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#91
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Hallo Eva Gute und schnelle Besserung für deine kleine Maus und für dich viel viel Schlaf ![]() Weihnachtsstimmung kommt auch hier nicht so recht auf trotz Schnee und - 12 Grad ![]()
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![]() Lieber Gruß Engel Engel begleiten unseren Weg von Anfang bis zum Ende, es liegt an uns, ob wir uns soweit öffnen können, sie auch wahrzunehmen! ![]() Menschen ohne Hoffnung, sind wie Kinder ohne lachen!
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Eva-Maria (21.12.2009) | ||
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#92
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Liebe Eva,
ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich bei eurer Tochter um Schweinegrippe handelt. Kinder brauchen sich liebende Eltern und merken manchmal vor den Eltern wenn es keinen Zweck mehr hat. Krankheit kann ein Mittel sein mit dem sie das Elend auf ihre Art ausdrücken. Ich wünsche euch allen viel Kraft und Liebe. Uli Zurück zum Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/m....html#ref=nldt
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Das zweitschönste im Leben ist: geliebt zu werden! |
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#93
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Hallo Uli!
Ganz toll-so nen Beitrag kann ich ja gut gebrauchen! Was soll das jetzt heißen? Dass meine Tochter keine Schweinegrippe hatte? Sie hatte eine und das wurde auch mit einer Blutuntersuchung bestätigt-lasse ich gern per Mail zukommen! Zweitens hatte sie auch eine Blasenentzündung-deren Erreger wurden im Münsteraner Labor genauer untersucht-sind wohl sehr selten-es konnten damals keine weißen Blutkörperchen im Urin festgestellt werden-war nicht so lustig! Magendarmgrippe steht jetzt an! Der Rotavirus konnte ebenfalls festgestellt werden! Ihr Immunsystem ist halt total geschwächt! Meine Kids bekommen von meinem Leidensdruck nichts mit-dafür bin ich zu stark. Hier wird nicht gestritten, diskutiert oder sonst was-es ist alles ganz normal, nur, dass ich mich innerlich so quäle-die Kinder spüren bestimmt meine traurige Laune; mehr aber auch nicht und deshalb ist meine Kleine auch nicht so oft krank.. sie wurde eben durch den H1 N1 Virus total aus der Bahn geworfen-mehr nicht! Punkt!
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#94
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Sorry Uli, ich musste Dampf ablassen.. aber es ist tatsächlich so, wie ich es oben beschrieben habe-alle Viren und Bakterien wurden labortechnisch ausgewertet und sind auch bestätigt worden..
Ich mag mir alles vorwerfen können aber ich mag mir nicht vorwerfen, dass die Kleine wegen meinen miesen Gefühlen krank geworden ist. Sicherlich spürt die Kleine sehr, dass es mir nicht gut geht-vielleicht ist es auch ein Ausdruck ihres Leidens aber ich mag mir es halt nicht vorwerfen, verstehst du?! Um nochmal kurz auf das Thema zurückzukommen: ich hab am WE das Gespräch gesucht; es geht mir seit dem etwas besser.. zumindest brauche ich keine Angst haben, dass da immer noch eine andere Person in unserer Ehe umherwühlt.. ihm geht es wieder gut.. ich bin diejenige, die wie schon geschrieben nicht "abhacken kann".. dabei kann er mir auch nicht helfen. Er fühlt sich genauso verletzt, wenn ich seine Nähe nicht zulassen kann und auch er spürt diese große Mauer, die ich mir wieder aufgebaut habe und ja nicht wieder verletzt zu werden.. wir beide wollen den Kampf nicht aufgeben-auch wenn er weiß, dass ich uns bereits aufgegeben habe. Es ist noch Liebe da.. bei ihm ganz viel, bei mir muss sie wachsen.. die Liebe kann aber nur wachsen, wenn ich ihm wieder vertrauen kann und wenn meine Mauer abgebaut werden kann.. es sind Tränen geflossen.. keiner mag den anderen aufgeben.. nicht wegen der Kinder wollen wir zusammen bleiben-sondern weil wir einfach zusammen gehören. Keiner könnte sich einem anderen Menschen so weit öffnen, wie wir es bei uns haben zugelassen. Niemand kann sich vorstellen, mit einem anderen oder gar alleine alt zu werden. Wir beide haben noch Zukunftsträume.. wir beide wollen es! Ob es wirklich funktioniert können wir erst in ein paar Monaten sagen.. wir streiten uns ja nicht.. wir haben beide die gleiche Lebenseinstellung, gemeinsame Träume, eine gleiche Weltanschauung.. stehen beide auf der gleichen Ebene... ich will ja gerne.. ich steh mir halt nur selbst im Weg in dem ich mich unwahrscheinlich unter Druck setze.. manchmal gelingt es mir, diesen Druck abzubauen (s. alte Beiträge) dann wieder gibt es Zeiten, in denen ich innerlich zerreiße vor Wut und Trauer... es tat ihm weh, als ich sagte, dass die traurigen Tage überwiegen und mir tat es weh, als er sagte, dass er es nicht mal gespürt hat.. ob wir nochmal zum anderen Therapeuten gehen wissen wir noch nicht. Die alte Beratung hat uns nicht viel gebracht.. der Winterurlaub steht vor der Tür und wir wollen die Zeit im Kreise der Familie ganz innig genießen und ich will dieses innige auch zulassen... selbst auf die Gefahr hin, dass der Kampf ins Leere geht.. wir wollen beide einfach nicht aufgeben!... Sorry nochmal für meine harten Worte oben... Bussi Eva
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Uli Dörwald (21.12.2009) | ||
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#95
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Hallo Eva ![]() ![]() ![]() Hast du schon einmal drüber nachgedacht allein zum Therapeuten zu gehen, also keine Paartherapie sondern nur für dich. Ich kann dich sehr gut verstehen das da eine Wand um dich ist. Dein Mann muss sich da sehr viel Mühe geben dir das verlorene Vertrauen wieder zurück zugeben. Wenn dies langsam wieder aufgebaut werden kann wird deine Mauer in kleinen Stücken automatisch abgetragen. Das ist harte Arbeit.....wenn da noch soviel Liebe und Zusammenhalt ist werdet ihr es schaffen ![]() Ich wünsche Euch ein besonders liebevolles und besinnliches Weihnachtsfest. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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Eva-Maria (21.12.2009) | ||
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#96
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Hallo ihr Lieben,
mein Beitrag war im Konjunktiv, also Möglichkeitsform und war absolut nicht als Vorwurf gemeint. Sicher muss ich mir vorwerfen lassen die vorherigen Beiträge nicht noch mal sorgfältig gelesen zu haben. Ich bewundere dich in deinem Kampf, Eva, und habe dich ja auch darin bestärkt. Selbst habe ich glücklicherweise keine Erfahrung mit 'Trennung mit Kindern' und meine 'Weisheiten' sind angelesen oder stammen aus den Beobachtungen aus der Verwandtschaft und Bekanntschaft. Gerade weil du Eva (und ich glaube auch dein Mann ) Scheidungskind bist und diesen Ehrgeiz hast deinen Kindern nicht auch so ein Schicksal zu bescheren, wollte ich duch den Spruch 'Kinder brauchen sich liebende Eltern' nochmal an die Prioritäten und das Wohl der Kinder erinnern. Da sie sich aber in dem Alter (der Tochter) noch nicht so gut sprachlich ausdrücken können, könnte (Konjunktiv!) eine körperliche Krankheit auch Ausdrucksform einer verletzten Seele sein. Wenn also überhaupt ein Vorwurf bei mir war, dann der es mit dem Ehrgeiz nicht zu übertreiben und das Wohl des Kindes im Auge zu behalten. Aber darauf hast du, liebe Eva ja schon geantwortet . Ich beneide dich nicht in deiner Situation und wünsche dir alle Kraft die du und ihr nötig habt .![]() Uli P.S.: Nun hätte ich fast vergessen den Beitrag hier reinzutun, den ich eigentlich wollte. Aber eigentlich passt er ja auch gar nicht mehr zu 'aktuell' ;-)
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Eva-Maria (21.12.2009) | ||
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#97
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![]() Danke Uli! Bin echt froh, dass du mir nicht sauer bist!... Hab dich doch lieb.. schmoll und ganz traurig guck... Aber ich habe deine Aussage schon richtig verstanden-sie haute mich heut morgen nur ziemlich aus den Schuhen! Bussi und ganz lieb drück! Eva P.S. Andre ist auch ein Scheidungskind... wohl wahr aber da war er schon groß! Trotzdem eine Erfahrung, die er lieber nicht machen wollte! @ *****: und all die anderen, die an uns denken: ein riesengroßes DANKESCHÖN! Fühlt euch alle umarmt und geknuddelt! ![]() Auch diesen Virus werden wir besiegen! Bussi Eva
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Uli Dörwald (21.12.2009) | ||
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#98
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Liebe Eva!
Ich drück dich auch nochmal ganz fest! ![]() Zitat:
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Liebe Grüsse von Sonja Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab |
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#99
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http://www.spiegel.de/wissenschaft/m....html#ref=nldt
09.06.2010 Schweinegrippe-Pandemie Wie die WHO das Vertrauen der Verbraucher verseucht Von Cinthia Briseño dpa WHO-Chefin Chan (mitte): "Nicht von kommerziellen Interessen beeinflusst worden" Hat die Pharmaindustrie die Schweinegrippepanik mit Zahlungen an Wissenschaftler geschürt? Drei Seuchenexperten der Weltgesundheitsorganisation haben Geld von Konzernen erhalten. Jetzt verteidigt sich die WHO in einem offenen Brief - für Transparenz sorgt sie damit aber nicht. Diese Reaktion war zu erwarten. Gerichtet war sie an die Redakteure der Fachzeitschrift "British Medical Journal" ("BMJ"). Ein offener Brief, unterzeichnet von Margaret Chan, der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein Brief, der alle Vorwürfe zerstreuen soll. Vorwürfe, die vor wenigen Tagen publik wurden und erneut den Umgang der WHO mit der Schweinegrippe kritisieren. Chan aber kontert: "Zu keiner Zeit, nicht für eine Sekunde, sind meine Entscheidungen von kommerziellen Interessen beeinflusst worden." Am Freitag hatte das britische Medizinmagazin zusammen mit der englischen Journalisteninitiative Bureau of Investigative Journalism (BIJ) einen Bericht mit brisantem Inhalt veröffentlicht. Das Papier dreht sich im Wesentlichen um eine Entscheidung, die am 11. Juni 2009 fiel und die weltweit weitreichende Folgen mit sich brachte. Es geht um den Tag, an dem die WHO die Schweinegrippe zur Pandemie, einer Seuche der WHO-Stufe 6, erklärte. In dem Bericht heißt es, einige der Autoren, die an den Richtlinien der WHO zum Umgang mit Grippepandemien mitgewirkt haben, hätten zur gleichen Zeit Geld von den Pharmafirmen GlaxoSmithKline (GSK) und Roche erhalten. GSK ist Hersteller des Impfstoffs Pandemrix, der gegen die Schweinegrippe zum Einsatz kam. 2007 hatte sich Deutschland dem britischen Konzern gegenüber vertraglich verpflichtet, den GSK-Pandemie-Impfstoff zu kaufen, sobald Phase 6 ausgerufen wird. Roche vertreibt das Grippemedikament Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir). Vorwürfe dieser Art sind nicht neu. "Für die Regierungen, die WHO und die Pharmaindustrie ist es natürlich ideal, eine harmlose Erkrankung als Weltbedrohung aufzubauen, gemeinsam davon zu profitieren und am Ende sich gegenseitig zu beglückwünschen, wie gut doch durch die enge Zusammenarbeit die Bedrohung abgewendet wurde", hieß es im September 2009 in der Zeitschrift "Der Arzneimittelbrief". Zahlreiche Geldflüsse Auch der SPIEGEL berichtete im März diesen Jahres über mögliche Interessenskonflikte: So erhält Roy Anderson, einer der wichtigsten wissenschaftlichen Berater der britischen Regierung von GSK ein Jahresgehalt von mehr als 130.000 Euro - bereits am 1. Mai 2009 erklärte Großbritannien die Schweinegrippe zur Pandemie. Zufall? Die Pharmaindustrie finanziert sogar einen eigenen Wissenschaftlerverband, die European Scientific Working Group on Influenza, an deren Spitze Albert Osterhaus vom Erasmus Medical Center in Rotterdam steht. Osterhaus ist einer der einflussreichsten WHO-Berater in Sachen Grippeimpfung. Seit klar wurde, dass die Schweinegrippe doch weitaus harmloser verlaufen würde, als es die düsteren Prognosen der WHO vorhergesagt hatten, haben WHO-Mitglieder immer wieder beteuern müssen, dass die Pharmaindustrie ihre Entscheidungen nicht beeinflusst habe. Das "BMJ" aber brachte neue Verbindungen ans Tageslicht. Wie etwa die des Mediziners Fred Hayden von der University of Virginia, der 2004 von Roche Honorare für Vorträge und Beratertätigkeiten erhalten habe. Diese Zahlungen hat Hayden dem "BMJ" gegenüber bestätigt. Pikant: Der Forscher hielt seine Vorträge zu einer Zeit, als die WHO gerade ihre Richtlinien über den Einsatz von Impfstoffen und Medikamenten während einer Grippepandemie veröffentlichte. Eines der Kapitel hatte Hayden verfasst. Darin wird empfohlen, die Länder sollen sich Vorräte an Medikamenten anlegen. Derartige Interessenskonflikte bestünden bei mindestens drei der Richtlinienautoren, schreibt das "BMJ". In allen drei Fällen konnten die Redakteure nachweisen, dass die Wissenschaftler gleichzeitig zu ihrer WHO-Tätigkeit auf den Gehaltslisten von GSK und Roche standen. Die Autoren des "BMJ"-Berichts störten sich allerdings nicht so sehr an den Interessenkonflikten an sich. Vielmehr kritisieren sie die mangelnde Transparenz der WHO in Fällen, in denen Influenza-Experten neben ihrer Beratertätigkeit auch Verbindungen zur - von der Grippe profitierenden - Pharmaindustrie unterhalten. Undurchsichtige Kriterien Aber hat die WHO von den Interessenskonflikten überhaupt gewusst? Auch das sei nicht klar, heißt es im "BMJ"-Artikel. Ebenso wenig sei offen dargelegt, nach welchen Kriterien die WHO die Experten als Berater zulässt. Derzeit lässt die beschuldigte Behörde den Umgang mit der Schweinegrippe von unabhängigen Experten überprüfen. "Wir wollen wissen, was gut lief. Wir wollen wissen, was schief lief, und idealerweise warum", sagte Margret Chan im April 2010 in Genf. Der Bericht des 29-köpfigen Expertengremiums wird im kommenden Jahr erwartet. Doch Kritiker bemängeln, dass viele der Mitglieder des Aufsichtsgremiums zugelassene WHO-Berater oder Regierungsmitglieder seien. Die Befürchtung: Das Komitee könnte seine Erkenntnisse weißwaschen. Die WHO müsse striktere Regeln erstellen, wie man mit Verflechtungen zur Industrie umzugehen habe, räumt Chan in ihrem offenen Brief ein. "Wir tun das bereits." Und doch hinterlässt die Generaldirektorin Zweifel daran. Indem sie etwa weiterhin die 15 Mitglieder des Notfallkomitees geheim hält, das der WHO bei der Einstufung der Pandemie als Berater zur Seite stand. Die Namen dieses Gremiums würden öffentlich gemacht, wenn das Komitee seine Arbeit abgeschlossen habe, schreibt Chan. Das sei von Anfang an so geplant gewesen. Weiter schreibt die WHO-Chefin, man habe die Namen geheim gehalten, "um die Experten vor kommerziellen und anderen Einflüssen zu schützen." Damit seien die Mitglieder einverstanden gewesen. Zudem habe man die Aufzeichnungen aller Meetings aufgehoben und zusammen mit allen anderen relevanten Dokumenten dem Kontrollgremium zur Verfügung gestellt. Geheimsache Pandemie Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt in ihrer Ausgabe vom Mittwoch unter Berufung auf den WHO-Pressesprecher für H1N1, Gregory Hartl, das Notfallgremium werde das nächste Mal im Juli tagen. Möglicherweise wird es dann darüber zu entscheiden haben, ob die Pandemie nun offiziell vorbei ist oder nicht. Bis dahin jedenfalls bleiben die Namen der Mitglieder Geheimsache. Erst in der Mai-Ausgabe des Fachblatts "New England Journal of Medicine" schrieben die WHO-Autoren der Pandemie-Richtlinien in einem Bericht über die Seuche, das Virus sollte noch immer genau betrachtet werden. In einem Punkt mag Margret Chan Recht haben: Wenn sie sagt, der "BMJ"-Bericht werde bei vielen Lesern den Eindruck erwecken, die Pandemie-Entscheidung sei industriell beeinflusst gewesen. Aber sie bleibt bei ihrem Standpunkt, die Entscheidung, die WHO-Seuchenstufe zu erhöhen, basiere ausschließlich auf klaren virologischen und epidemiologischen Gesichtspunkten. Virologen und andere Mediziner teilen diese Meinung. Susanne Stöcker, die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) etwa, glaubt nicht an die Abhängigkeit der WHO-Berater: "Ich bin überzeugt, dass die Pharmaindustrie an Impfungen weniger verdient als an nicht geimpften Menschen, die erkranken", wurde sie kürzlich in "Bild der Wissenschaft" zitiert. Es ist jetzt an dem unabhängigen Untersuchungskomitee, den Pandemiefall Schweinegrippe gründlich aufzuarbeiten und die richtigen Lehren und Konsequenzen daraus zu ziehen. Transparenz sollte dabei an oberster Stelle stehen. Margret Chan ist immerhin fest entschlossen, die WHO-Richtlinien zu Pandemien zu ändern, wenn das Gremium zu dem entsprechenden Schluss kommt. "Das wäre eine weitere Empfehlung, die wir begrüßen und nach der wir handeln würden."
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