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Krankheiten: Osteoporose Du und Deine Knochendichte...

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  #1  
Alt 04.12.2002
physiokra
Physioforum - Gast
 
Beiträge: n/a
Bewegung bei Osteoporose aber wie

Halloalle,

Schmerzfrei motiviert üben

Ja, Sie haben richtig gelesen:"Schmerzfrei motiviert üben!"

Sie fragen sich: Geht das denn überhaupt ?
Die Antwort lautat: Ja !
Denn der Schmerz ist der Feind der Übungstherapie. Es gibt heute Übungskonzepte, die zunächst das Ziel der Schmerzentlastung und -linderung haben. Später können Sie dann auf steigendem Trainingsniveau ohne Schmerzen durchgeführt werden.

Tritt eine Schmerzlinderung ein, werden sowohl Ihre Motivation als auch Ihre Freude an der Bewegungsverbesserung steigen. Der sogenannte Aha-Effekt tritt ein: Bewegungen, die Sie unter Umständen lange Zeit vermieden haben, sind wieder möglich. Sie erreichen durch neu erlernte Bewegungsmuster einen positiven Effekt für die Aktivitäten des täglichen Lebens.
Durch ihre Fragen und damit weitere Informationen und Anleitungen möchten ich Sie motivieren, tätig zu werden, damit aus Ihrem oft schmerzhaften Alltag zunehmend ein gesunder Alltag wird.

God bless You, Ihr Physiokra

Geändert von Berggeist (28.06.2006 um 17:40 Uhr)
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  #2  
Alt 12.12.2002
Heidi
Physioforum - Gast
 
Beiträge: n/a
Wer im Alter Sport treibt, riskiert weniger Unfälle als bei Inaktivität

Unfallchirurgen betreuen vor allem untrainierte ältere Menschen in ihren Praxen
BERLIN (wma). Von den Patienten, die heute in unfallchirurgischen Kliniken behandelt werden, sind 40 Prozent über 60 Jahre alt. Für die erhöhte Verletzungsgefahr sind allerdings nicht sportliche Aktivitäten ursächlich. Denn das weitaus größere Unfallrisiko haben körperlich inaktive Senioren, die in der Mehrheit sind.

Viel häufiger als die sportlich aktiven Senioren sind es die untrainierten älteren, die über die Teppichkante stolpern und dann zum Unfallchirurgen kommen, sagte Professor Kuno Weise von der BG-Unfallklinik Tübingen auf einer Pressekonferenz während der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f?r Unfallchirurgie in Berlin. Bei ihnen mangele es an Koordination und Muskelkraft. Das erhöhe das Sturzrisiko. Hinzu komme häufig eine Osteoporose.

Unbestritten ist heute der präventive und zum Teil auch therapeutische Nutzen von Sport im Alter. Ein gewisses Verletzungsrisiko könne man dafür in Kauf nehmen, so Weise, zumal körperlich aktive ältere nach Verletzungen erfahrungsgemäß wesentlich schneller wieder auf den Beinen seien als ihre unsportlichen Altersgenossen.

Besonders für Ältere zu empfehlen seien ungefährliche Sportarten wie Walking, Schwimmen und mit Einschränkungen auch Radfahren. "Wer ein Leben lang noch nicht Rad gefahren ist, sollte auch nicht unbedingt mit 50 damit anfangen", meinte der Unfallchirurg. Auch das Training an Heimsportgeräten sei für Ältere immer noch besser als gar keine Bewegung. Wichtig sei hier allerdings die richtige Anleitung, um Überforderungen zu vermeiden.

Treten bei Älteren Sportverletzungen auf, sind häufiger als bei Jüngeren die oberen Extremitäten betroffen: häufig sind proximale Humerusfrakturen, Radiusfrakturen und gelenknahe Oberschenkelbrüche.

Die Sportart mit der höchsten Verletzungsrate sei bei älteren Menschen interessanterweise das - gerade bei Senioren besonders beliebte - Golfspiel, gefolgt von Skilanglauf, Tennis und Jogging. Nach Weises Erfahrungen werde gerade Golf häufig von älteren gewählt, bei denen schon gewisse körperliche Einschränkungen etwa durch eine Endoprothese bestehen. Ein angepaßtes und ausgleichendes Training sei hier besonders wichtig, um Überlastungsschäden und Verletzungen zu vermeiden. Wie bei allen sportlichen Aktivitäten im Alter sollte übertriebener Ehrgeiz vermieden werden.

Geändert von Berggeist (28.06.2006 um 17:50 Uhr)
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  #3  
Alt 12.12.2002
Heidi
Physioforum - Gast
 
Beiträge: n/a
Ärzte Zeitung, 28.11.2002
--------------------------------------------------------------------------------
Durch Training können Frauen mit Osteoporose Sturzrisiko senken

Übungen verleihen eine verbesserte Balance und höhere Muskelkraft
VANCOUVER (ple). Spezielle physiotherapeutische Übungen für Osteoporose-Patienten tragen dazu bei, Risikofaktoren für Stürze deutlich zu reduzieren und damit das Frakturrisiko. Dies bestätigt jetzt erstmals eine kontrollierte, kanadische Studie, an der ausschließlich Frauen zwischen 65 und 75 Jahren teilgenommen hatten.

Insgesamt 80 osteoporotische Frauen - mindestens fünf Jahre nach der Menopause - machten konsequent in dem Programm mit, in dem die Probandinnen zweimal wöchentlich unter Anleitung über 20 Wochen die Übungen absolvieren mußten. Dabei ging es unter anderem darum, die statische und die dynamische Balance zu halten sowie die Muskulatur des Quadrizeps zu kräftigen.

Insgesamt sind acht bis 16 Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur in das 40minütige Programm mit dem Namen Osteofit eingebaut, an dem in Kanada seit seiner Einführung 1998 mehr als 500 Frauen mit Osteoporose teilgenommen haben (CMAJ 167, 2002, 997).

Im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne regelmäßigen Dehnungs- und Kräftigungsübungen besserte sich bei den Frauen der Übungsgruppe deutlich die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten. Außerdem nahm die Kraft des Schenkelstreckers im Vergleich zur Kontrollgruppe im Mittel um 13 Prozent zu. Natürlich garantiert das reduzierte Risiko zu stürzen nicht weniger Stürze, wie die Arbeitsgruppe um Dr. Nick Carter aus Vancouver berichtet

Geändert von Berggeist (28.06.2006 um 17:53 Uhr)
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  #4  
Alt 02.02.2007
Benutzerbild von Uli Dörwald
Uli Dörwald Uli Dörwald ist offline
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Wer rastet, der rostet

http://www.schmerz-therapie-deutschl...1/art_112.html

Walzer oder Tango
- mit Schwung gegen den Witwenbuckel


"Wer rastet, der rostet" und nicht "Sport ist Mord" gilt bei der Osteoporose.

Die Bedeutung der Bewegung für die Therapie und Prophylaxe dieser Volkskrankheit und die gravierenden Schäden der Immobilisation werden immer noch unterschätzt. Der Osteoporosepatient ist nur dann optimal versorgt, wenn die notwendige Bewegung in Eigeninitiative und in der Gruppe unter Beachtung der Belastungsgrenzen sowie die medikamentöse Therapie stimmen. Die adjuvante Physiotherapie bei der Osteoporose schildert Dr.med. Joachim Barthels, Facharzt für Physiotherapie und Leiter der DGS Bad Salzungen, beim Deutschen Schmerztag 2001.
Joachim Barthels,
Bad Salzungen.

ie Immobilisation im Krankenbett führt schnell zu Inaktivitätsatrophien des Knochens mit diffusharmonischer oder bandförmiger Entkalkung in den Zonen des ehemaligen Längen- und Größenwachstums. Während Knochengewebe schnell abgebaut wird, erfolgt der Knochenaufbau nur an noch vorhandenen Trabekeln und äußerst langsam. Selbst bei jungen, gesunden Probanden und optimalen Lebensbedingungen waren nach den Untersuchungen an Raumfahrern noch fünf Jahre nach dem Skylab-Programm Mineralverluste nachzuweisen. Offensichtlich spielt der aufrechte Gang neben der Gravitation für die Erhaltung der Mineralisation der Wirbelsäule und Extremitäten eine extrem wichtige Rolle. Bei häufigem Gehen nimmt die Knochendichte zu. Dagegen verhindert eine intensive Übungsbehandlung im Bett die Immobilisationsosteoporose nicht völlig. Dennoch wird im klinischen Alltag die Notwendigkeit der Bewegung nur von Enthusiasten ernst genommen.
Alternierender Druckreiz
Der physiologische Reiz als notwendiger, funktionserhaltender Stimulus wird leider oft vernachlässigt. Für die Muskulatur ist der Kontraktionsreiz erforderlich, für den Knochen der alternierende Druckreiz. Dem müssen die Bewegungs- oder Sportarten Rechnung tragen. Nach SENN gibt es Zusammenhänge zwischen der Muskelkraft und der Knochenmasse bzw. -dichte. Erfolgt die Ganzkörperbelastung in adäquater Intensität und genügender Häufigkeit ist eine Erhaltung der Knochendichte bis ins Alter möglich.
Schmerz verhindert Bewegung
Schmerz verhindert Bewegung einschließlich ihrer physiologischen Adaptation. Eine wesentliche Voraussetzung für die Bewegung ist die Schmerzfreiheit oder -armut durch eine gezielte Schmerztherapie. Der Osteoporoseschmerz ist nur zum geringen Teil ein Knochenschmerz, meist ist dieser dem myofaszialen Schmerz durch Fehlstatik, Fehlhaltung oder Fehldynamik zuzuordnen.





Gemeinsam aktiv: Trotz Osteoporose Faschingsfreuden in Schweinfurt.
Ziele der Bewegungstherapie
Die Bewegungstherapie gehört zur Basisbehandlung der Osteoporose. Ist es zur Manifestation einer primären Osteoporose gekommen, muss die notwendige Bewegung anfangs im Rahmen einer Krankengymnastik oder beim Behindertensport unter Berücksichtigung der reduzierten Belastbarkeit durchgeführt werden. Funktionelle Einschränkungen und strukturelle Veränderungen bestimmen die Ziele und den Inhalt der Kinesiotherapie.
Wesentliche Ziele der Physiotherapie bei Osteoporose sind

die Dehnung verkürzter Muskelgruppen (besonders M. pectoralis, M. iliopsoas),

die Kräftigung abgeschwächter Muskelgruppen (besonders Bauch- und
Gesäßmuskulatur, M. erector spinae der Brustwirbelsäule),

Antigravitationsübungen / Förderung des Gleichgewichtes /
Koordinationsübungen (u.a. zur Sturzprophylaxe),

die Motivation der Patienten zum selbständigen Üben und

die Integration der Patienten in eine Übungsgruppe / Selbsthilfegruppe.





Gemeinsam aktiv: Die Osteoporose-Selbsthilfegruppe Schweinfurt in Aktion.
Von der Hockergymnastik bis zur Selbsthilfegruppe
Die ersten Übungen sollten als Einzelübungen verordnet werden, um das Übungsrepertoire der Schmerzgrenze, der Belastbarkeit und dem Koordinationsvermögen anzupassen.
In Entlastung eignen sich hervorragend Übungen auf der Matte und die Hockergymnastik.
Die Motivation ist gezielt zu fördern, indem die Tagesstruktur der Patienten besprochen wird. Ideale Übungszeiten liegen nach der Überwindung der altersbedingten Morgensteife in den späten Vormittags-und Nachmittagsstunden.
Nach wenigen Behandlungen sollten die Patienten in eine entsprechende Therapiegruppe integriert werden, in der die Übungen mit den Vorteilen der Gruppenmotivation fortgesetzt werden. Durch Partner- und Gruppenübungen, Ballspielen, Schwimmen oder Tanztherapie ist das Übungsspektrum einfallsreich zu erweitern. Das Hauptproblem zur Beseitigung des Bewegungsmangels ist die Motivation, dieses kann am besten in der Gruppe gelöst werden.
Vom Patienten sollten alle Faktoren lebenslang akzeptiert und als Selbstverständlichkeit in den Alltag eingebaut werden. Wissen und Handeln sind die Grundpfeiler zur Selbsthilfe.

JOACHIM BARTHELS, Bad Salzungen,
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  #5  
Alt 22.04.2010
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Im Falle eines Falls

http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/310842.html


22.04.2010 - Gesundheit
Im Falle eines Falls

Auch Osteoporose-Patienten können vor Knochenbrüchen schützende Falltechniken trainieren

Mit speziellen Kampfsport-Falltechniken können Osteoporose-Patienten ihr Risiko für Knochenbrüche durch Stürze vermindern. Doch wie müsste das Training für die Betroffenen ablaufen, damit es nicht schon während des Erlernens zu Unfällen kommt? Dieser Frage sind Forscher aus Holland und Belgien nachgegangen. Das Ergebnis: Wenn die Patienten Hüftschützer tragen und die Übungen auf einer dicken Matte ausführen, liegen die auf die Knochen wirkenden Kräfte deutlich unterhalb des Schwellenwertes, ab dem mit Brüchen zu rechnen ist. Damit könnten auch die an Knochenschwund leidenden Personen von den positiven Wirkungen eines solchen Trainings profitieren, denn für sie ist es besonders wichtig möglichst sanft zu fallen, berichten die Wissenschaftler um Brenda Groen von der Freien Universität Amsterdam.

Wegen ihrer besonders zerbrechlichen Knochen ist es für Osteoporose-Kranke wichtig, Stürze zu vermeiden. Falls sie dennoch stürzen, kann ein bewusstes Abrollen das Risiko für Brüche senken, wie Studien bereits belegt haben. Solche Techniken werden unter anderem in Kampfsportarten trainiert, aus naheliegenden Gründen sind aber Sportarten mit hoher Krafteinwirkung auf den Körper bei Osteoporose nicht zu empfehlen. Die Wissenschaftler zeigten nun aber, dass auch Osteoporose-Patienten die Kampfsport-Sturztechniken trainieren können ? wenn sie einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen. Zwölf gesunde Personen trainierten unter Anleitung für rund zwei Stunden auf Matten die korrekten Falltechniken des sogenannten "Nijmegen Falls Prevention Program". Die wichtigsten Merkmale dieses Programms sind: Abrollen, Schutz des Kopfes durch Absenken des Kinns auf die Brust und Abstoppen der Fallbewegung durch die Arme.

Das Training begann zuerst mit "Stürzen" aus sitzender Position. Danach maßen die Forscher mit Hilfe einer sogenannten Kraftplattform die Kräfte bei Trainingsstürzen auf einer 4 Zentimeter dünnen Judomatte sowie einer 25 Zentimeter dicken Sportmatte. Unterstützt durch Kameraaufzeichnungen konnten die Forscher so speziell die maximal auf die Hüfte einwirkenden Kräfte ermitteln. Der Hüftbruch tritt bei Stürzen im Alltag besonders häufig auf. Es zeigte sich, dass bei allen seitwärts gerichteten Stürzen eine Krafteinwirkung von 700 Newton auf die Knochen nicht überschritten wurde, wenn die auftretende Kraft durch Standard-Hüftschützer reduziert wurde. Der Schwellenwert von 700 Newton war aus Versuchen mit Leichen älterer Frauen bereits bekannt.

Bei Stürzen nach vorne wurde der Schwellenwert trotz Schützern auf beiden Matten teilweise deutlich überschritten. Die Trainingsempfehlungen der Forscher lauten daher: Osteoporose-Kranken sollten auf einer dicken Matte und mit Hüftschützern trainieren, auf Stürze nach vorne allerdings verzichten. "Weil Falltechniken aus Kampfsportarten bekanntermaßen die Kräfte reduzieren, die bei Stürzen auf die Hüfte einwirken und auch ältere Menschen diese Übungen lernen können, ist ein solches Training auch für Personen mit Osteoporose zu empfehlen", sagt Brenda Groen. Selbst für Patienten mit Übergewicht ist das Training ihrer Ansicht nach geeignet. Zwar hätten an der Studie keine übergewichtigen Menschen teilgenommen, doch besäßen schwerere Menschen in der Regel auch stabilere Knochen und dickeres Gewebe, das sie zusätzlich vor einem harten Aufprall schütze.


Brenda Groen (Freie Universität Amsterdam) et al.: BMC Research Notes, Bd. 3, Ausgabe vom 21. April 2010

ddp/wissenschaft.de ? Thomas Neuenschwander
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Das zweitschönste im Leben ist: geliebt zu werden!
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