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Immunsystem stärken (7 Power-Tipps)
Körper in Alarmbereitschaft
Die Funktionen des Immunsystems sind komplex und werden von vielen Faktoren reguliert. Hauptaufgabe ist die Erkennung und Bekämpfung von Viren, Bakterien und Pilzen, die in den Körper eindringen. Der Kampf des Körpers gegen die mikroskopisch kleinen Erreger findet meist unbemerkt im Verborgenen statt. Erst wenn wichtige Verteidigungslinien durchbrochen werden, alarmieren uns Krankheitszeichen. Die Abwehr trainieren Damit es erst gar nicht erst zu Infekten wie Erkältungen oder Grippe kommt, ist es wichtig, das Immunsystem zu unterstützen: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und wenig Stress tragen hierzu entscheidend bei. Eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen. Saunabsuche und heiß-kalte Wechselduschen tragen ebenso zur Abhärtung des Körpers bei. Immunsystem stärken Sieben Power-Tipps für eine starke Abwehr Alles, was den Organismus belastet, schwächt gleichzeitig auch die Abwehrkräfte: Rauchen, zu viel Alkohol, Dauerstress, einseitige Ernährung, Überforderung, seelische Belastung oder zu wenig Schlaf. Gerade wenn die Tage kurz und kalt sind, vernachlässigen wir unser Immunsystem oft sträflich. Mit unseren vorbeugenden Powertipps für eine starke Abwehr, kommen Sie gut durch den Winter: 1. Räume nicht zu warm: In Wohnräumen sollten nicht mehr als 20° Celsius, im Schlafzimmer um die 17° Celsius herrschen. Experten empfehlen, mehrmals über den Tag verteilt fünf bis zehn Minuten gründlich zu lüften (Stoßlüften), damit ausreichend Frischluft zur Verfügung steht. Günstig können auch Raumluftbefeuchter wirken. 2. Viel Frischluft: Bewegung an der frischen Luft, in die khl-feuchte Herbstbrise, sorgt dafür, dass die Schleimhäute besser duchblutet und damit undurchlässiger für anstörmende Viren werden. Außerdem erhöht sie die Zahl und Angriffslust der weißen Blutkörperchen. Achten Sie auf warme, regenfeste Kleidung. 3. Füße warm: Zwischen Frieren und Erkältung gibt es einen einfachen Zusammenhang: Ein Körper, der nicht warm genug eingepackt ist, kühlt aus. Um den Wärmeverlust zu stoppen, drosselt er die Durchblutung ? das bemerkt man am ehesten an kalten Füßen und Händen. Aber auch die Schleimhäute in Nase und Rachen werden schlechter durchblutet, so dass die lokale körpereigene Abwehr geschwächt ist, weil weniger Abwehrzellen vorhanden sind. Die Erkältungsviren haben dann leichtes Spiel. Deshalb gilt für kältere Tage: Warme Puschen oder dicke Socken bereit halten. 4. Gesund essen: Zu einer abwechslungsreichen, vollwertigen Nahrung gehören neben Vollkornprodukten, Gemüse und Obst auch Milch, Milchprodukte und in geringeren Mengen Fisch, fettarmes Fleisch und Eier. Um den angreifenden Erkältungsviren ein Schnippchen zu schlagen, sollte die Vitaminversorgung jedoch nicht nur ausreichend, sondern optimal sein. Für Berufstätige, Schwangere oder Menschen, die stärkeren Belastungen ausgesetzt sind, kann es sinnvoll sein, den täglichen Speisezettel mit Multivitaminpräparaten aus der Apotheke zu ergänzen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Vitamine A, C, D und E sowie die Spurenelemente Zink, Selen und Eisen für eine intakte Immunabwehr von besonderer Bedeutung sind. Wichtig: Genau an die Dosierungsempfehlungen halten. Ob Sie oder Ihre Familie Kinder bestimmte Vitamine als Extraportion benötigt, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt der Apotheker. 5. Stillen ist wichtig: Je länger Babys Muttermilch bekommen, desto seltener erkranken sie in den ersten drei Lebensmonaten an Durchfall und Infekten der oberen Atemwege. Studien haben gezeigt, dass dabei die mütterlichen Abwehrstoffe, die das Kind über die Muttermilch mitbekommt, eine Rolle spielen. 6. Ausreichend trinken: Auf trockenen Schleimhäuten fühlen sich Erkältungsviren pudelwohl. Kinder unter einem Jahr brauchen rund einen Liter Flüssigkeit täglich, den sie über ihre Milchnahrung problemlos zu sich nehmen. Kinder ab dem zweiten Lebensjahr sollten täglich ingesamt rund eineinhalb Liter Flüssigkeit aufnehmen, so die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Etwa ein Drittel ist in der Nahrung versteckt, die zwei anderen Drittel, also ungefähr 800 Milliliter oder rund fünf Tassen, nehmen sie in Form von Getränken zu sich. Erwachsene sollten mindestens zwei Liter pro Tag trinken. Am besten Saftschorlen, Tee und Mineralwasser. Die besten Durstlöscher für Babys und Kleinkinder sind spezielle, ungesüßte Früchtetees. Verschmäht Ihr Kind diese eine Zeitlang, dann probieren Sie es zwischendurch doch mal mit einem Glas Tee-Saft-Schorle: zwei Teile Früchtetee und ein Teil Apfelsaft. Dauernuckeln an der Flasche ist übrigens tabu, denn das schädigt die Zähne. 7. Immunmodulatoren: Wer zu Erkältungen neigt, kann seine Abwehrkräfte mit pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke vorbeugend aktivieren oder bei einem bereits ausgelösten Infekt unterstützen. Die Fertigpräparate enthalten die Auszüge aus Sonnenhut (Echinacea) oder in Kombination mit anderen Pflanzen wie Lebensbaum (Thuja), Wasserhanf (Eupatorium) oder wildem Indigo (Baptisia). Sie stimulieren die Aktivität der weißen Blutkörperchen, die eingedrungene Keime regelrecht auffressen können. Studien haben gezeigt, dass Immunmodulatoren den Infekten vorbeugen und sie mildern bzw. abkürzen können. Wichtig ist, dass Sie sich mit den Präparaten genau an die Dosierungsempfehlungen des Arztes halten. Wenn keine vorliegt, wird Sie der Apotheker beraten. Bei Fieber sind Immunmodulatoren tabu, da sie sonst das bereits durch die erhöhte Temperatur aktivierte Abwehrsystem überfordern. Kindern sollten Sie Präparate nur auf eine kinderärztliche Empfehlung hin geben. Geändert von stephamo (18.08.2006 um 12:20 Uhr) |
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Ein starkes Immunsystem - mit natürlichen Mitteln erreichbar!
Nichts ist in diesen Zeiten so wichtig wie ein gut funktionierendes Immunsystem. Krankheitserreger aller Art stürmen auf uns ein. Hinzu kommt die Angst vor der politischen Situation in der Welt oder der wirtschaftlichen Zukunft. Lesen Sie, wie Sie mit einfachen Mitteln ihr Abwehrsystem stärken können. Die Psyche hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem. Über Botenstoffe steht sie in enger Verbindung mit unserer Körperabwehr. Doch wer weiß eigentlich, was sich hinter dem diffusen Begriff "Immunsystem" genau verbirgt? Auch die Wissenschaft nicht. Denn bis ins kleinste Detail sind die komplexen Immunmechanismen auch bis heute nicht verstanden. Sicher ist: Es besteht in erster Linie aus einer Vielzahl beweglicher Immunzellen, wie Fresszellen, die Fremdstoffe aller Art entsorgen, Plasmazellen, die Antikörper produzieren, oder Killerzellen, die Krebszellen vernichten. Da diese Zellen sehr genau zwischen körperfremd und körpereigen unterscheiden müssen, erfahren sie eine extrem spezifische "Ausbildung" im Thymus, einem hinter dem Herzen gelegenen Organ, das seine Hauptaktivität in der Jugendzeit ausübt. Weitere Organe des Immunsystems sind die Milz und vor allem die Lymphknoten. Sie enthalten eine Vielzahl an Immunzellen, die Blut und Lymphe auf Fremdstoffe und Krankheitserreger überprüfen. Besonders große Lymphknoten befinden sich an strategisch wichtigen Orten im Körper, wie z.B. die Mandeln im Rachenraum oder der Blinddarm im Bauchbereich, der auch als "Körpermandel" bezeichnet wird. Überhaupt sind ca. 80 % des Immunsystems um den Darm herum angesiedelt. Hier besteht nämlich die größte Gefahr, dass Krankheitserreger in die Blutbahn aufgenommen werden. Ähnlich wie auch in den Schleimhäuten der Atemwege. Schleimhäute und Darmflora funktionsfähig halten - Abhärtungstraining vornehmen - Psyche pflegen Zur Krankheitsvorbeugung ist es daher besonders wichtig, die Schleimhäute funktionsfähig zu halten. Dazu trägt einerseits eine ausreichende Luftfeuchte in hoffentlich gut durchlüfteten Räumen, und andererseits der Verzehr von schleimfördernden Lebensmitteln bei. Außerdem ist eine natürliche Darmflora, gefördert durch eine den heimischen Breitengraden angepasste Ernährung ohne Gift- und Zusatzstoffe, dafür aber gut gewürzt, unabdingbar. Um Kältereizen trotzen zu können, bietet es sich an, ein Abhärtungstraining vorzunehmen. Duschen Sie sich dazu nach dem Waschen am ganzen Körper kurz kalt ab. So wird der Körper auf niedrige Temperaturen vorbereitet und lernt diese auszugleichen. Schätzen Sie sich vor kalten Füßen. Der wichtigste Faktor für ein starkes Immunsystem ist und bleibt jedoch die Psyche: Erst positive Erfahrungen wie Freude, Liebe, geistiges Training, Anerkennung und Erfolgserlebnisse machen uns stark gegen die Angst und auch gegen die Bedrohung durch Krankheitserreger. Denn während eine untrainierte Fresszelle während ihres Lebens nur ca. 4 Krankheitserreger aufnehmen kann, so schafft eine "fitte" Zelle bis zu neun!
Geändert von stephamo (18.08.2006 um 12:24 Uhr) |
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Nichts wie raus
Hintergrund
18.08.2006 - Gesundheit Unterschätzte Belastung: Feinstaub in Innenräumen ist häufig gefährlicher als in der Außenluft In Wohnungen, aber auch in öffentlichen Gebäuden liegt die Feinstaubbelastung oft doppelt so hoch wie im Freien. Dabei ist die dicke Luft in den Innenräumen vermutlich sogar schädlicher als draußen, zumal viele Menschen die meiste Zeit des Tages in Häusern verbringen. Beim Wörtchen "Feinstaub" gilt der erste Gedanke den Dieselautos. Schließlich stoßen sie jene unsichtbaren Rußpartikel aus, die Asthma auslösen, die Lungen reizen und gar das Leben verkürzen. Doch die Konzentration an Feinstaub ist im Freien oft niedriger als in Haushalten, Kindergärten und Schulen. Das ergaben Untersuchungen der Landesbehörden und eine Studie des Deutschen Allergie und Asthmabundes (DAAB). So untersuchte die Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI) im Auftrag des DAAB den Feinstaub in hundert Haushalten in Nordrhein-Westfalen. In jeder dritten Wohnung lag die Konzentration über 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Dieser Grenzwert darf im Freien lediglich an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. "Wir haben aber Wohnungen vorgefunden, in denen an jedem Tag im Jahr mehr Staub in der Luft schwebt", betont Andreas Winkens, Umweltingenieur bei der GUI, gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. "Der Innenraum kommt in den gegenwärtigen Diskussionen viel zu kurz", moniert Winkens. Ähnlich alarmierende Befunde präsentierte das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit in Berlin Ende Juni 2006. Die Behörde hatte den Feinstaub in vierzig Berliner Schulen analysiert. In fast allen Klassenzimmern wurde der Wert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft bei den Messungen überschritten. Im Mittel lag die Konzentration doppelt so hoch wie in der unmittelbaren Umgebung der Schulen in der Außenluft. Besonders dicke Luft herrscht in Raucherwohnungen und Büros. Hier wurden bis zu 1.000 Mikrogramm je Kubikmeter entdeckt. "Die Feinstaubgehalte sind drinnen oft höher als draußen", bekräftigt Heinz-Jörn Moriske, Leiter des Referats Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt in Berlin. Da der Mensch 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen verbringt, habe die schlechte Luft im Inneren eine "weitaus größere gesundheitliche Bedeutung", findet Obenland. Der Feinstaub setzt sich aus Abermilliarden unsichtbarer Teilchen zusammen, die maximal einige tausendstel Millimeter (Mikrometer) groß sind, teilweise aber auch nur Dimensionen von einigen Milliardstel Millimetern aufweisen. Vor allem die sehr kleinen Vertreter dringen tief in die Atemwege vor. Sie gelangen über die Lungenbläschen ins Blut und in verschiedene Organe. Der Feinstaub reizt und schädigt auf diese Weise die Lunge. Allergiker und Asthmatiker reagieren nach dem Einatmen der Partikel noch sensibler und heftiger. Überdies erhöht der Staub auch das Risiko für Infarkte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Möglicherweise verhält sich der Feinstaub aus Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer besonders aggressiv, weil sich viele Fremdstoffe an die kleinen Partikel heften können. So klammern sich Allergene von der Hauskatze ebenso wie Chemikalien aus Teppichen, Computern oder Möbeln an die Teilchen. Bei Kerzen und Kaminfeuern lagern sich krebserregende Verbrennungsrückstände an die Partikel an. "Teilchen aus Verbrennungsprozessen sind deshalb gesundheitlich besonders relevant, auch weil sie in der Mehrzahl kleiner als einen Mikrometer sind", bewertet Moriske. Als "blinder Passagier" reisen die Schadstoffe auf dem Staubpartikel in den Körper und in die Zellen und treiben dort ihr Unwesen. Je nach Lage der Wohnung speist sich der Staub im Inneren etwa zur Hälfte aus dem Feinstaub von draußen. "An einer stark befahrenen Straße kann der Betrag sogar noch größer sein und ist dann auch besonders gesundheitsschädlich, da beträchtliche Mengen Dieselruß darunter sind", sagt Moriske. Daneben verpesten Zigaretten, Kerzen und Kaminöfen die Luft in den eigenen vier Wänden. Auch beim Kochen und Braten werden Partikel in die Luft geschleudert, die sich jedoch mit einer Dunstabzugshaube wegsaugen lassen. Schädliche Teilchen werden auch aus Kopierern und Druckern, vor allem aus Laserdruckern, ausgestoßen. In die Schulen wird zusätzlich Feinstaub über Schuhe und Kleidung der Kinder und Lehrer getragen. Um die Feinstaubfracht zu verringern, empfiehlt der Forscher, regelmäßig zu lüften und den Boden feucht zu wischen. In seiner Studie konnte Winkens zeigen, dass bei glatten Fußböden die Feinstaubmenge im Vergleich zu einem Teppich im Schnitt aufs Doppelte steigt, wenn nicht alle zwei Tage feucht gereinigt wurde. Vor diesem Hintergrund wollen die Berliner Schulen nun Lüftungs- und Reinigungspläne erstellen, die vorschreiben, wann die Fenster geöffnet werden und wann der Boden geschrubbt wird. Für die privaten Haushalte wird es hingegen allenfalls Empfehlungen geben. Moriske selbst verzichtet zuhause auf stark rußende Duftkerzen, lüftet seine Wohnung mehrmals täglich und achtet auf eine optimale Raumfeuchte. Eine Feuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent sorgt dafür, dass der Staub in der Luft benetzt wird und zu Boden sinkt. Mehr Luftfeuchte soll es allerdings nicht sein, da dann das Schimmelpilzrisiko steigt. ddp/wissenschaft.de – Susanne Donner |
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#4
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mSCF ist das Stichwort für Ü50er,
Bloß
wann und wo gibt's das zu kaufen![]() http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/309532.html 27.01.2010 - Medizin Frischekur für alte Recken Forscher entwickeln Jungbrunnen fürs Immunsystem Viele Bakterieninfektionen sind für junge Menschen kein Problem, für Ältere können sie hingegen zur lebensgefährlichen Bedrohung werden. Grund dafür ist ein schwächelndes Immunsystem: Im Alter werden immer weniger Fresszellen gebildet, die Bakterien und andere Krankheitserreger abwehren und unschädlich machen. Einem Forscherteam um Eva Medina vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung ist es nun in Versuchen mit Mäusen gelungen, die Bildung von Fresszellen mit Hilfe eines sogenannten Wachstumsfaktors gezielt anzuregen: Die mit mSCF behandelten älteren Tiere hielten im Kampf gegen die Bakterien deutlich länger durch als unbehandelte Mäuse. Die Erkenntnisse trügen dazu bei, den Alterungsprozess besser zu verstehen und ihn irgendwann vielleicht auch verzögern zu können, berichtet das Forschungszentrum. Für ihre Studie infizierten die Wissenschaftler zunächst junge und alte Mäuse mit dem Bakterium Streptococcus pyogenes. Dieser Erreger ruft zum einen vergleichsweise harmlose Erkrankungen wie Halsschmerzen und Mandelentzündungen hervor, führt bei älteren Patienten jedoch häufig auch zu tödlich endenden Blutvergiftungen. Während zwei bis drei Monate alte Mäuse die Infektion gut überstanden, starben die 20 Monate ?und damit etwa 70 bis 80 Menschenjahre ? alten Tiere bereits an einer geringen Bakteriendosis. Als die Forscher daraufhin das Gewebe der jungen und alten Mäuse untersuchten, stellten sie fest, dass die älteren Tiere deutlich weniger Makrophagen aufwiesen. Diese Fresszellen bekämpfen Eindringlinge im Gewebe und alarmieren zudem weitere Abwehrzellen. Gebildet werden sie im Knochenmark aus sogenannten Vorläuferzellen. Für die Umwandlung in Makrophagen sind Wachstumsfaktoren notwendig, Signal-Proteine zu deren wichtigsten Vertretern mSCF zählt. Diesen Wachstumsfaktor verabreichten die Wissenschaftler nun einigen alten Mäusen ? und siehe da, diese Tiere überlebten die Bakterieninfektion deutlich länger als ihre unbehandelten Artgenossen. Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung ddp/wissenschaft.de - Mascha Schacht
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#5
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http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/310674.html
01.04.2010 - Medizin Immunabwehr im Schnelldurchgang T-Zellen reagieren anders als gedacht auf fremde Proteine Wenn das Immunsystem bakterielle Eindringlinge oder andere körperfremde Strukturen erkennt, funktioniert das auf molekularer Ebene möglicherweise völlig anders als bislang gedacht. Zu diesem Schluss sind US-Forscher gekommen, nachdem sie Rezeptor-Moleküle auf für die Immunabwehr elementar wichtigen T-Zellen genau unter die Lupe beziehungsweise das Mikroskop genommen haben. Diese Erkennungsproteine sind für die Unterscheidung von körpereigenen und fremden oder entarteten Zellen zuständig. Dazu heften sie sich an sogenannte Antigene, meist Eiweißstrukturen, die sich an der Oberfläche der begutachteten Zellen befinden. Im Gegensatz zu anderen Wissenschaftlern isolierten die Forscher die Moleküle jedoch nicht von der Oberfläche der T-Zellen, sondern beließen sie dort, wodurch sie ihr Verhalten sozusagen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten konnten. Das Ergebnis: Je besser die Bindungs- und Erkennungsprozesse zwischen Antigen und Rezeptor funktionieren, desto schneller lösen sich die beiden wieder voneinander ? bislang sei man vom Gegenteil ausgegangen, berichtet das Team um Cheng Zhu vom Georgia Institute of Technology in Atlanta. Die meist kurz T-Zellen genannten T-Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr: Stoßen sie auf fremde Zellen, etwa Krankheitserreger oder Krebszellen, schlagen sie Alarm und setzen die körpereigene Kriegsmaschinerie in Gang. Damit sich die Immunabwehr jedoch nicht versehentlich gegen den eigenen Körper wendet ? was bei Autoimmunkrankheiten wie Multipler Sklerose immer wieder vorkommt ? hat die Natur ein ausgeklügeltes System entwickelt: Sowohl fremde als auch Körperzellen tragen an ihrer Membranoberfläche spezifische Erkennungseinheiten. An diese versuchen die auf der T-Zellen-Oberfläche befindlichen Rezeptormoleküle anzudocken und machen so einen Freund-oder-Feind-Scan. Gelingt die Bindung an die Erkennungseinheit, ist die Zelle als Feind enttarnt und es folgt eine Immunreaktion ? weshalb die Erkennungseinheiten entsprechend dem englischen 'ANTIbody GENerating' auch Antigene genannt werden. In Versuchen mit isolierten Rezeptormolekülen waren Forscher bislang zu dem Ergebnis gelangt, dass eine lange Bindungsdauer ein Hinweis auf besonders starke Antigene ist, die eine heftige Immunreaktion auslösen. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler um Zhu verhält es sich aber genau umgekehrt: Starke Antigene benötigen nur eine sehr kurze Kontaktdauer. In ihren Versuchen brachten die Forscher mit Hilfe zweier Mikropipetten T-Zellen samt Rezeptormolekülen mit roten Blutkörperchen in Kontakt, auf denen sie gezielt Antigene platziert hatten. Ob das Andocken erfolgreich war, erkannten die Forscher daran, dass sich T-Zelle und Blutkörperchen durch leichten Zug nicht mehr trennen ließen. Sobald die Verbindung hergestellt war, ließen sie die Stoppuhr laufen ? solange, bis der Scan beendet war und sich Rezeptormolekül und Antigen wieder trennen ließen. Die Erkennung kam in den Experimenten um das 8.300-fache schneller zustande als in Tests mit isolierten Rezeptormolekülen. Vor diesem Hintergrund müsse die Funktionsweise der T-Zellen-Rezeptoren erneut überdacht werden, meinen die Wissenschaftler. Cheng Zhu (Georgia Institute of Technology, Atlanta) et al.: Nature, Bd. 464, Nr. 7289, doi:10.1038/nature08944 ddp/wissenschaft.de ? Mascha Schacht
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#6
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Laufen und Immunsystem (nach Strunz)
Der andere Uli sagt:
Da gibt es in Berlin einen Verein, in dem sich HIV-Infizierte zusammen getan haben und Marathon laufen. Im Radio berichtet ein Läufer und an HIV Erkrankter über seine Erfahrungen. Alle Ärzte hätten ihm abgeraten, so etwas wie Marathon und Sport zu machen. Er mache es trotzdem, und es ginge ihm ausgesprochen gut. Sein Blut habe die besten Werte, die er je hatte. Die besten Werte jemals! Mein großes Vorbild ist Professor Uhlenbruck. Aus Köln. Marathonjogger, inzwischen. Der mir und uns allen den wichtigsten Satz beigebracht hat, den ich je gehört habe: Laufen verstärkt das Immunsystem um den Faktor 5-6. Macht also unser Immunsystem um 500% bis 600% effektiver, leistungsstärker, schlagkräftiger. Wovor soll ein Läufer dann noch Angst haben? Welches Bakterium, welches Virus will denn gegen ein 500% stärkeres Immunsystem ankämpfen? Laufen. Haben wir gründlich unterschätzt. PS: und immer noch gibt es also Ärzte in Deutschland, die abraten. Da kommen mir sehr, sehr schwarze Gedanken über meinen Berufsstand.
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